Franz Lehár

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Franz Lehár wurde 1870 als Sohn des Militär-Kapellmeisters Franz Lehár sen. in Komorn geboren (heute Tschechien). Nach dem Musikstudium am Prager Konservatorium mit den Fächern Violine und Komposition folgte er zunächst seinem Vater zum Militär und spielte einige Zeit in dessen Kapelle. Mit zwanzig wurde er selbst Militärkapellmeister, der jüngste in der Geschichte der Armee. In der Adriastadt Pola, dem einzigen Seehafen des Habsburger-Reiches, stand er einem 110 Mann starken Orchester vor. Parallel arbeitete er mit großem Ehrgeiz an seiner Karriere als Komponist. Seine Ambitionen galten zunächst der ernsten Musik, die Oper "Kukuschka" wurde in Leipzig und Budapest aufgeführt.
Der Durchbruch gelang 1902 in Wien mit "Gold und Silber", dem Mottowalzer für den gleichnamigen Ball der Prinzessin Metternich. Bald war Lehár Dirigent am Theater an der Wien und stieg ins Operettenfach ein. Lehár sagte später, er sei "blind da hinein gestolpert, ohne jede Idee, was ich da eigentlich tat." 1905 dann der ganz große Wurf: Mit der "Lustigen Witwe" erlangte er in kürzester Zeit Weltruhm. Noch vor dem Ersten Weltkrieg folgten "Eva", "Der Graf von Luxemburg" und "Zigeunerliebe". In den zwanziger Jahren fand Lehár seinen idealen Interpreten in dem Tenor Richard Tauber, dem Helden seiner Operetten "Paganini", "Der Zarewitsch", "Land des Lächelns", "Friederike", "Schön ist die Welt" und "Giuditta". Arien wie „Dein ist mein ganzes Herz“ wurden durch Tauber legendär.
Ab 1935 war Lehár vornehmlich mit dem Aufbau seines eigenen Verlagshauses beschäftigt, des Glocken Verlages in Wien. Seine Werke dorthin „zurückzuholen“, ist ihm bis zu seinem Tod 1948 im hohen Maße gelungen. Der Glocken Verlag wird seit vielen Jahren weltweit durch die Verlagsgruppe Josef Weinberger administriert.

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